Hobo: Baugruppe 5 (SSB)
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Die Baugruppe 5 stellt sich bisher am Anspruchsvollsten heraus.
Mittwoch, 15.12.2010, 22:00
- Um diese Uhrzeit ist die Konzentration nur noch auf mittlerem Niveau, aber etwas "einfaches" kann man ja noch machen. Z.B. sich über die Baugruppe 5 hermachen. Man kann ja nichts kaputtmachen. Nur nicht in die Hose machen. Und jetzt fällt mir kein Satz mit "machen" mehr ein. Kann man nichts machen!
- Stolper: kleiner, unbedeutender Fehler im Handbuch: es steht wörtlich da "Es folgt eine Drossel", aber natürlich folgen dann zwei. Und das Kästchen zum Abhaken von C17 sollte auch ein wenig weiter oben hinkommen.
- Trick: im Handbuch (Seite 25, oben rechts) steht "Schneide von einer Steckerleiste ...". Das hatte ich wörtlich versucht: mit einem Teppichmesser. Klappte nicht. Für mich viel einfacher ist ein feiner Saitenschneider.
- Es folgt die fummeligste Arbeit: 11 Kontakte in die SSB-Platine zu kriegen. Ich habe nicht auf die Uhr gesehen, brauchte aber geschätzte 11 Minuten dafür.
Hier sieht man die Platine im Maschinenschraubstock, mein Ersatz für die "dritte Hand". Man muss natürlich aufpassen, das die Platine nicht zerquetscht wird:

Übrigens sollte ich diesen Maschinenschraubstock demjenigen als Daumenschraube anlegen, der auf die Idee mit den 11 wild verteilten Buchsen & Stifte kam :-)
Hier die SSB-Platine montiert und offen:

Wie die Engländer / Amerikaner sagen: "I call it a day": Ich mache Feierabend.
Donnerstag, 16.12.2010, 20:15
- Bin bis zu dem Übertrager gekommen. Ringkernübertrager (hier der der
Ausgangstrafo Tr1) sind eigentlich sehr einfach zu wickeln. Dennoch
gab es ...
- Stolper: das Handbuch schreibt auf Seite 45, man solle zwei verschiedenfarbige 0.3mm Drähte nehmen. Das widerspricht aber der Stückliste, denn es ist natürlich nur eine Farbe von 0.3mm-Draht enthalten.
- Stolper: apropo Stückliste/Inventurliste. Die Drähte zum Bewickeln der Spule findet man nicht bei den Induktivitäten aufgelistet, wo sie hingehörten. Nein, auch nicht bei der Mechanik. Sondern leider bei den SMD-Bausteinen. Ich wusste, das die Drähte auf der Inventurliste waren, aber ich hab sie einfach nicht gefunden, als ich nachschauen wollte, ob wirklich keine zweifarbigen 0.3mm-Drähte da sind.
- Es geht natürlich auch mit gleichfarbigen Drähten, mit einem Durchgangsprüfer hat man das schnell ausgemessen. Auf irgendeinem Flohmarkt hatte ich aber netterweise selbst 0.3mm Draht gekauft, der kam mir nun gerade recht.
Jetzt ist es 22:45 Uhr und ich mache erstmal Schluss.
Freitag, 17.12.2010, 20:15
- die Neosid-Spule (Filterbausatz Fi1) stellt sich als mein
persönlicher Feind heraus. Das Teil ist einfach sehr filigran.
- Stolper: das Handbuch ist widerspricht sich bei der Anzahl der Windungen, mal werden 13 genannt, dann wieder 12.
- Stolper: nach dem Bewickeln soll man den 0.1mm dünnen Draht mit dem Lötkolben antippen und somit an den Beinchen der Spule festmachen. Das sorgt aber bereits dafür, das man die Spule kaum mehr in die Platine kriegt.
- Trick von Uwe, DF7BL: Löte die Drähte nicht an die Beine der Spulenkörper. Sondern verzinne die Drähte nur bis an den Kunststoffsockel heran ohne sie an das zugehörige Bein zu führen (löten). Dann ziehe die lang gelassenen Drähte zusammen mit den Beinen des Süpulenkörpers durch die Platinenlöcher. Danach alles verlöten. Man kann sogar nur die Drähte etwas abseits des Loches anlöten und nicht die Beine. Wenn dann was nicht funktioniert ist es ganz einfach den Spulenkörper auszubauen. (Drähte abkneifen, Spule herausziehen.) Wenn alles funktioniert, Beine verlöten.
- bei Ringkernspulen kann man locker nochmals nachzählen, wieviele Windungen man gemacht hat. Bei den dünnen Draht eines Filters geht das nicht.
- Irgendwann habe ich das Teil endlich mit Müh' und Not drin. Dieser Teil war bisher der Teil, der am wenigsten Spaß machte.
- Dagegen sind die drei SMD-Bausteine schnell und ohne Probleme eingelötet.
Samstag, 18.12.2010, 12:30
- Stolper: ich bin ein klein wenig irritiert. Von den bisher verbauten drei ICs waren alle gesockelt, der NE612 ist es nicht. Aber es ist schon so: weder in der Stückliste noch im Handbuch steht etwas von einem Sockel. Ich bin wohl einfach nur ein Gewohnheitstier.
Nun geht's ans Testen. der VCO scheint zu gehen, ich kann an Pin 6 vom NE612 so um die 9 MHz sehen, und die auch mit den Potis auf der Hauptplatine beeinflussen.
Der Ziehbereich via P5 auf Baugruppe 4 liegt zwischen 8.99677 und 9.002784 MHz.
Auch am Ausgang vom NE612 (Pin 9 und 10) habe ich Signale. Aber hinter meinem Freund, der Neosid-Spule Fi1, messe ich nichts mehr. Beide Lötaugen des C7 sind "tot" --- ich messe an C7, weil man an dessen Pins im eingebauten Zustand besser herankommt als an die Pins des Filters.

Ich muss zu geben, langsam werde ich frustriert. Ich schreibe von meinen Problem sogar im QRP-Forum.
Am Nachmittag opfere ich dann die Neosid-Spule und baue sie wieder aus. Das stellt sich als voreilig heraus: der Übeltäter war eine Lötbrücke von einem der C7-Pins nach Ground hin.
Nun werde ich wohl einen weiteren Neosid-Spulen-Bausatz kaufen müssen. Oder gleich mehrere. Denn auch wenn ich sie nicht liebe, werde ich sie wohl das eine oder andere Mal für Experimente gebrauchen. Und wer weiß, vielleicht macht auch hier Übung den Meister und ich quäle mich nicht mehr so mit diesen Teilen :-)
Montag, 18.12.2010, 20:15
Heute viel am Hobo herumgemessen und Schaltpläne studiert.
Außerdem habe ich eine neue Spule Fi1 gewickelt. Jetzt beim zweiten Mal gings schon viel einfacher von der Hand.
Weiter geht's dann mit Hobo: Baugruppe 8 (UniDDS).
Hier zuletzt geändert:
- Erstellt am 13.01.2011 in Amateurfunk: Hobo: Baugruppe 5 - Funktionsweise
- Geändert am 18.12.2010 in Amateurfunk: Hobo: Baugruppe 5 (SSB) - Fehlersuche hinzugefügt, Ziehbereich des BFO dokumentiert